Freitag, 20. november 2009
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Mein aktuelles Fachbuch (Ganzheitliche Veränderung in der Gestalttherapie von Frank-Matthias Staemmler und Werner Bock) für die Ausbildung gestaltet sich echt anstrengend - zumindest die erste
Hälfte.
Da wird auf über 50 Seiten aufgefieselt, warum die Schichten der Neurose, die der Begründer der Gestalttherapie Fritz Perls definiert hat, in Wirklichkeit Phasen sind. Inhaltlich durchaus
berechtigt, aber ich frage mich ständig, warum das sooo dröge aufbereitet werden muss. Ein halber Satz, gefolgt von einem ellenlangen Zitat mit Quellenangaben, Satzende. Im nächsten Satz dann ein
weiteres Zitat usw. Es ist wirklich mühsam zu lesen, allein schon durch die Form. Ja, ich weiß, wissenschaftliches Arbeiten........aber trotzdem, die Inhalte hätten auch aufs wesentliche
konzentriert, sehr viel kompakter und verständlicher dargestellt werden können. In der zweiten Hälfte des Buches folgt dann schließlich endlich die Benennung und Erklärung der Phasen, die liest
sich schon sehr viel besser.
Mein böser Verdacht - da wurden Seiten geschunden, um ein dünnes Büchlein zu fühlen, mit einem Thema, das eigentlich locker in ein Essay gepasst hätte. Das Bestreben, die Therapie von Perls auf ein
theoretisches, nachvollziehbares Gerüst zu stellen, ist durchaus ehrenwert und im letzten Teil des Buches auch gelungen.
Zu dem langwierigen Anfang bleibt mir aber eigentlich nur Perls selbst zu zitieren:
" All das Diskutieren, Reden und Erklären erscheint mir unwirklich. Ich hasse es, zu intellektualisieren, Sie nicht?"
aus
Was ist Gestalttherapie?
Ein fast vergessenes Interview von Adelaide Bry.
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