Das Malen mit den Fingern – für mich inzwischen schon so vertraut, war für meinen Mann ein völlig neues Erleben.
Zugegeben – es kostet erstmal Überwindung, mit den Fingern in die Farbe einzutauchen. Es fühlt sich komisch an und es entspricht so überhaupt nicht unseren Gewohnheiten. Im Hinterkopf klingen die elterlichen Ermahnungen „mach dich nicht so dreckig!“.
Und doch, nach ganz kurzer Zeit fühlt es sich gut und richtig an. Mit den Händen, den Fingern, direkt und hautnah am Bild. Ohne die Distanz, die normalerweise doch durch den Pinsel hergestellt wird, ist es ein ganz anderes Malen.
Natürlich lassen sich keine winzigen Details malen, es erfordert den Mut zur Größe. Dabei ist wichtig, dass der Maluntergrund groß genug ist, denn dann malt man auch automatisch größer. Es geht
viel schneller, man kann großflächiger arbeiten. Und doch sind die Ergebnisse nicht unbedingt flächig-plakativ, denn die noch feuchten Farben vermischen sich miteinander und auf den Händen. So
werden feinste Abstufungen und Schattierungen möglich, wie hier in dem stark vergrößerten Ausschnitt deutlich zu erkennen ist:
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