„Das ist jetzt zwar nicht so geworden, wie ich es wollte, aber manchmal muss man das dann auch so lassen!“
Mit dieser Aussage überraschte mich eins meiner Malkinder kurz vor den Ferien. Dieser Siebenjährige konnte sich zu Beginn seiner Atelierbesuche ewig damit verweilen, aus Weiß und Schwarz Grautöne zu mischen, die immer wieder neu gemischt und übermalt werden mussten, weil sie seinen Vorstellungen nicht entsprachen. Und wenn er etwas aufs Blatt geschrieben hat, dann wurde es zumeist durchgestrichen und neu geschrieben, weil das „A“ nicht schön genug war.
Bettina Egger geht ja davon aus, dass sich die Malenden beim Malen so verhalten, wie im echten Leben. Bei diesem Jungen zumindest trifft das wohl sehr genau zu, denn auch bei den Hausaufgaben und in der Schule zeigte er dieses Verhalten. Oft wurden die Arbeitsblätter nicht fertig, weil er wieder und wieder ausradiert hat, weil das nicht schön genug war.
„Aber manchmal muss man das auch so lassen!“ - Zu ihm direkt habe ich das so eigentlich nie gesagt. Das war mein Thema mit einem anderen Jungen in dieser Gruppe, der regelmässig das Papier umdrehen wollte, weil ihm sein Anfang nicht gefallen hat. Ihn hatte ich immer wieder ermutigt, aus dem missglückten Anfang doch etwas zu machen.
Und doch hat es auch auf den Siebenjährigen nachhaltig gewirkt. So nachhaltig, dass er es in sein Leben außerhalb des Atelier übertragen kann?!?!?
| Februar 2010 | ||||||||||
| M | D | M | D | F | S | S | ||||
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | ||||
| 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | ||||
| 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | ||||
| 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | ||||
|
||||||||||
Neueste Kommentare