Mittwoch, 11. februar 2009
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Am Sonntag früh haben wir uns den Film, über den ich hier schon kurz geschrieben hatte
angeschaut.
Wie bei den Erwachsenen auch, hängt zu Beginn der Maleinheit an jedem Platz ein an der Ecke aufgehängtes Blatt. Wenn der Malende sich einen Platz ausgesucht hat, wird zunächst gefragt, in welchem
Format das Papier aufgehängt werden soll. Bei den Kindern läuft das natürlich wesentlich turbulenter ab, als bei den Erwachsenen, strahlt die Malleiterin aber genügend Ruhe aus, so ist es für die
Kinder kein Problem, zu warten, bis sie an der Reihe sind.
Die Kinder holen sich ihre Farben direkt an der großen Palette in der Mitte des Raumes. Dort liegen bei jeder Farbe 2 Pinsel, ein Dünner und ein Dickerer. Sind beide Pinsel einer Farbe in Gebrauch,
so muss das nächste Kind warten, bis wieder ein Pinsel frei ist. Zumindest im Film, war das für die Kinder auch kein Problem.
Die Kinder tauchen am Palettentisch die Pinsel in die Farbe, gehen damit zu ihrem Papier und malen dort.
Ein größeres Mädchen stellte nach einer ganzen Weile die Frage, ob sie ein Fingerbild malen dürfe. Nach dem Ok der Malleiterin, wollte dann sogleich auch andere Kinder ein Fingerbild malen. Ähnlich
lief es auch ab, als das erste Kind Farben mischen wollte. Dazu wird dann etwas von den gewünschten Farben in ein kleines Schälchen gegeben und mit einem extra Mischpinsel vermischt und auf das
Papier aufgetragen.
Die Farben am Palettentisch bleiben so immer sauber, wird beim Malen ein Pinsel durch eine andere Farbe auf dem Papier verschmutzt, so muss er ausgewaschen werden, bevor er wieder an der Palette in
die saubere Farbe gebracht wird. Die Kinder verstehen diese Regel ziemlich schnell - ganz neue, kleine Teilnehmer erfahren dabei am Anfang noch Unterstützung.
Die Kinder sollen durch das Malen im Atelier auch lernen, aus Fehlern etwas zu machen, diese zu korrigieren oder etwas Neues daraus zu schaffen. Ein neues Blatt, wenn etwas nicht gelungen ist, gibt
es daher in der Regel nicht und das wird von den Kindern auch so akzeptiert.
Im Film war ein Junge mit dem Gesicht einer Figur, die er malen wollte, unzufrieden und übermalte diese komplett. Beim nächsten Bild startete er einen neuen Versuch mit dieser Figur. Er malte das
Gesicht – Kontur, Augen, Nase und Mund. Wie bereits beim ersten Anlauf wollte er dann die Regionen dazwischen ausmalen, was ihm wieder nicht so gelang.
Nachdenklich stand er eine Weile an der Palette, bis er schließlich die Erleuchtung hatte und das ganze Gesicht in der Hintergrundfarbe anmalte, um dann anschließend die Augen, Nase und den Mund
aufzumalen. Auch wenn das in der Beschreibung vielleicht trivial klingt, war ihm doch deutlich anzusehen, wie zufrieden er mit sich und seiner dann gelungenen Arbeit war.
Fortsetzung
folgt
von Sabine
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veröffentlicht in: begleitetes Malen
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